Neubau Unterwerk, Glis
Der Bau befindet sich in einer Sondernutzungszone der Stadtgemeinde Brig-Glis. Eine einfache Stahl- bzw. Industriehalle kam im Entwurf nicht in Frage, da dies mit der Definition des aktuellen Zonennutzungsplans nicht in Einklang gebracht werden konnte. Auch soll jeder Hinweis auf einen konventionellen Hochbau vermieden werden.
Der neue zweigeschossige Massivbau ist zur Hälfte unterirdisch und in seiner Formgebung zurückhaltend, bescheiden und zweckmässig. Eine vorgehängte Cortenstahlfassade fügt sich harmonisch in den angrenzenden Grünraum ein. Als wetterfester Baustahl ist er unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen und mit seiner charakteristischen Patina setzt er einen klaren Akzent in seiner unmittelbaren Umgebung. Der Cortenstahl überzeugt durch seine natürliche Erscheinung und Lebendigkeit. Er erfordert keinen Unterhalt. Das Dach zeichnet sich durch eine vollflächig integrierte Photovoltaik-Anlage aus
Das Hauptgestaltungselement des neuen Unterwerks sind die beiden offen gestalteten Trafoanlagen im Westen der Anlage. Die beiden Trafos bleiben hinter dem Streckmetall nach wie vor sichtbar und sollen bewusst zur öffentlichen Einsichtnahme in die ansonsten versteckte Anlagentechnik anregen. In der Dämmerung bzw. Nacht kann das Thema Licht bzw. die Elektrizität mittels zeitgesteuerten Beleuchtungselementen besonders inszeniert werden. Der Strom hierzu wird von der PV-Anlage auf dem Dach gewonnen. Die Inszenierung kann je nach Jahreszeit farblich variieren. Dieser besondere Blickfang ist auch von den vorbeifahrenden Zug-Passagieren wahrnehmbar.



















