Betriebs- und Verwaltungsgebäude EW Goms, Fiesch
Leistungsphasen nach SIA102: 32 - 53
Der Neubau des Betriebs- und Verwaltungsgebäudes des Elektrizitätswerks Goms in Fiesch ist ein zurückhaltendes Volumen, wo auf einem massiven Betonsockel ein leichter Holzbau sitzt. Das Volumen dient dem Elektrizitätswerk in Goms als Betriebs- und Verwaltungsgebäude. Der Sockelbereich beherbergt den Betriebsteil und nimmt das Gefälle vom der oberen Ebne zur darunterliegenden auf. Darüber gibt es zwei Verwaltungsgeschosse, die in Holz verkleidet sind.
Der Holzbau wirkt sehr einheitlich und der Baukörper steht als abstraktes Element auf seinem Sockel. Das Gebäude steht am Dorfrand umgeben von Umspannwerk, Wohnhaus, einer nahegelegenen Tankstelle und einem Depot. Auf der anderen Strassenseite, etwas oberhalb beginnt die eigentliche Siedlung des Dorfes mit kleineren Wohnbauten aus Holz in der ersten Reihe, dahinter weiteren grösseren Volumina. Der für den dörflichen Kontext grossvolumige Bau integriert sich massvoll in seine Umgebung. Dazu hilft auch, dass das Holzvolumen kleiner als der Sockel ist, und der Bau so die Proportionen der umliegenden Bauten reflektiert. Die dunkle Farbe der Holzfassade schafft einen Bezug zur bestehen Siedlung der vom Straken Sonnenlicht dunkel gefärbten Wohnhäuer in Holz. Die Zweigeschossigkeit des Holzteils ist von aussen kaum sichtbar. Die senkrechte Fassade des Holzbaus ist ein Filter, der vor allem Sichtschutz bietet. Durch das Abkoppeln der Fassadenebene von der thermischen Isolationsschicht schaffen sich die Architekten gestalterische Freiheiten. So entstehen beschattete Zwischenräume, die einerseits im Sommer das Aufheizen des Baus durch die Sonne puffert, als auch angenehme Zwischenterrassen zum draussen verweilen schafft.
Mit einer Energiebezugsfläche von 909 m² und einer Gesamt-PV-Fläche von 400 m² produziert der Neubau deutlich mehr Energie, als er verbraucht: 68’000 kWh pro Jahr aus der Dachanlage sowie 20’600 kWh aus den Fassadenmodulen stehen einem Gesamtverbrauch von 40’905 kWh gegenüber. So wird das Gebäude selbst zum Kraftwerk – und zeigt, dass nachhaltige Architektur mehr sein kann als Technik: Sie wird zum Ausdruck einer Haltung, die Natur, Arbeit und Zukunft miteinander verbindet.
Gewinner des Schweizer Solarpreis 2025 und des Watt d'Or 2026 in der Kategorie erneuerbare Energien.




















